Ausrüstung

Die sieben Sachen, die ein Mantrailing-Team braucht

 

Für den Hund:

 

  1. Wasser
    Mantrailing ist Hochleistungssport für den Hund. Bis zu 300 Atemstöße vollführt der Hund pro Minute dabei. Dadurch trocknen die Schleimhäute sehr schnell aus und die Riechleistung verringert sich. Aus diesem Grund bieten wir unseren Hunden schon vor Beginn des Suchrituals Wasser an.
  2. Napf
    Der Sinn ist wohl klar.
  3. Geschirr
    Sehr viele Hunde sind sehr stark motiviert, die verschwundene Person schnell zu finden. Sie legen sich deshalb ordentlich ins Zeug. Ein Halsband würde einerseits die Halswirbelsäule der Hunde sehr stark belasten und andererseits würde durch das Abschnüren die Riechleistung sinken und das Absenken des Kopfes erschwert werden. Bei uns werden sowohl Brustgeschirre als auch Norweger-Geschirre verwendet.
  4. Schleppleine
    Spätestens hier geht der Erfahrungsschatz der Hundeführer auseinander. Einerseits was das Material betrifft, andererseits sind auch die Längen umstritten.
    Eine zweckmäßige Schleppleine sollte aus unserer Sicht:
    • Möglichst wenig Wasser aufnehmen, damit sie auch bei nassem Wetter handhabbar bleibt (oder mehrere Leinen für unterschiedliche Bedingungen)
    • Sich möglichst leicht hinterher ziehen lassen und wenig Möglichkeiten zum Verhaken bieten.
    • So kurz wie möglich sein, aber so lang wie notwendig (üblich sind Leinen zwischen 5 und 10 m).
    • Sich leicht und sicher halten lassen.

Wir haben im Wesentlichen drei Arten von Schleppleinen im Einsatz:
Lederleinen: Diese Leinen verwenden meist Hundeführer, die einen schweren und stark arbeitenden Hund haben. Sie lassen sich in der Regel sehr gut greifen, haben aber ein hohes Gewicht und erhöhen ihr Gewicht bei Nässe noch weiter.

Kunststoffleinen mit Ummantelung, das Modell „Wäscheleine“. Diese Leinen sind sehr leicht (ca. 300 g), saugen sich bei nassem Wetter nicht voll und lassen sich hinterher sehr leicht reinigen. Die etwas steiferen Modelle neigen zudem sehr wenig zum Verhaken. Der Nachteil ist, dass man relativ viel Kraft in den Händen braucht, um einen stark ziehenden Hund sicher kontrollieren zu können. Für mittlere und kleinere Hunde sind sie sehr gut geeignet.

Das Modell Wäscheleine

Leinen aus Biothane: Diese Leinen sind flach und in verschiedenen Breiten erhältlich. Durch die Form benötigt man weniger Kraft in den Händen, um den Hund zu kontrollieren. Diese Leinen sind ebenfalls pflegeleicht und nehmen kein Wasser auf. Einige Modelle sind bei kalten Temperaturen recht steif. Gewicht ca. 500 g.

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Obendrein haben wir noch ein Biothane-Modell für die Leinenschweine unter den Mantrailern gefunden. Diese Leine ist sehr griffig und lässt sich dementsprechend gut greifen. Sie hat einen Karabiner mit Sicherungsfunktion. Ihr Nachteil ist ihr unglaubliches Gewicht von 800 g, sodass sie nur sinnvoll für stark ziehende Hunde mit über 40 kg Körpergewicht (oder Hunde die glauben, sie wären 40 kg schwer) einsetzbar sind.

Das Modell Leinenschwein

  1. Warnweste
    Zur besseren optischen Wahrnehmung des Suchteams. Zudem sind die Westen eine gute Möglichkeit zur Ritualisierung, weil sich das Tragegefühl sehr stark vom „Normalzustand“ unterscheidet. Damit erleichtert es dem Hund, in den Arbeitsmodus umzuschalten.

 

Für den Hundeführer:

 

  1. Warnbekleidung
    Wir haben Softshell-Jacken und -Westen, weil wir hohen Wert auf atmungsaktive Kleidung legen, da wir meist mit hohem Tempo arbeiten. Zudem haben wir leichte Warnwesten, die wir über Regenkleidung tragen können.
  2. Schuhe
    Da wir uns im Regelfall nicht in schwerem oder gefährlichem Gelände bewegen, liegt auch hier unser Fokus auf Schuhen, die uns ein problemloses Laufen ermöglichen und einen Schutz gegen Umknicken bieten. Die Schuhe sollten zudem einen gewissen Schutz gegen Feuchtigkeit bieten.
  3. Handschuhe
    Wer einmal Blasen an den Fingern hatte oder sich gar Hautteile abgerissen hat, wird nicht mehr ohne Handschuhe trailen wollen.
  4. Rucksack
    Man muss ja die Sachen verpacken und auch noch die Belohnung für den Hund mitführen. Bewährt haben sich Rücksäcke mit Becken- und bestenfalls auch noch mit Brustgurt. Diese Rucksäcke lassen sich gut am Körper fixieren, was das Laufen sehr erleichtert.

Ok, das waren jetzt neun Dinge.

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