Mantrailing - Nur eine Individualleistung?

Idealerweise läuft eine Suche mit einem Mantrailer so ab, dass ein Hund die komplette Strecke ausarbeitet. Die Suche endet entweder mit dem Auffinden der Versteckperson oder zumindest mit einer Aussage wie "Spur endet hier!", "Person ist in diese Richtung gegangen!" oder "Person war am Abgangsort nicht anwesend!" Sollte am Ende der Leistungsfähigkeit des Suchteams noch nicht die Ende der Spur erreicht sein, kann man entweder

  1. warten, bis das Team seine Leistungsfähigkeit wiedererlangt hat oder
  2. die Suche mit der Bekanntgabe der bisherigen Erkenntnisse beenden.

Sollte der anfordernden Stelle diese Aussage nicht reichen, wird ein neues Team angefordert.

In vielen Staffeln werden lediglich (noch) eine kleine Zahl von Mantrailern vorgehalten. Dadurch können die Vorteile des Mantrailing nicht optimal genutzt werden. Denn im Regelfall wird zu Einsatzbeginn die Suche am Abgangsort (*) aufgenommen. Endet die Suche, bevor die Person gefunden wurde und wird ein neues Team einer anderen Staffel eingesetzt, wird erneut am Abgangsort begonnen. Denn man muss sich gegenseitig sehr genau kennen, um beurteilen zu können, ob es überhaupt Sinn ergeben kann, einen weiteren Hund dort anzusetzen, wo ein anderer die Suche beendet hat. Und diese genaue Kenntnis hat man nur, wenn man viel miteinander trainiert und übt.

Wir meinen, dass sich die Vorzüge des Mantrailings noch deutlich steigern lassen, wenn man Mantrailing als Teamleistung begreift und eine große Anzahl an Hunden vorhält.

Die Aussagen eines Teams lassen sich durch die Aussagen von weiteren, nachfolgenden Teams bestätigen oder eben widerlegen. Wesentlich längere Strecken können in kürzerer Zeit ausgearbeitet werden, weil während der Erholung eines Suchteams ein weiteres suchen kann.

 

(*) Definition Abgangsort: Ort, an dem sich die gesuchte Person sicher (!) zuletzt aufgehalten hat. Siehe auch Mantrailing-Begriffe.

 

 

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